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Alle Jahre wieder zum Beginn des neuen Jahres fährt die Kath. Jugend St. Severin auf das traditionelle Winterwochenende. Aber dieses Jahr war es nicht so wie alle Jahre, denn diesmal verdiente das Winterwochenende seinen Namen wirklich, denn wir hatten endlich mal wieder richtig viel Schnee.
Am Freitag nachmittag trafen sich die 15 Kinder und fünf Betreuer bei Regen im Pfarrheim, um den Reisesegen zu empfangen und danach mit unserem Reisebus aufzubrechen. Schon nach wenigen Kilometern war dann der Winter bei uns und durch die verschneiten Straßen dauerte es schließlich viel länger bis nach Kirchen als geplant. Da es selbst mit dem begleitenden Auto, in dem das Material transportiert wurde, nur mit Müh und Not - und viel Hilfe - möglich war, bis kurz vor die Freusburg zu fahren, ging das mit dem Reisebus überhaupt nicht. Also mußten alle schon unten im Ort aus dem Bus aussteigen und den verschneiten Weg hinauf zur Freusburg laufen. Glücklicherweise hatten wir ja eine Menge Schlitten dabei, so dass kurzerhand die Koffer und Taschen auf die Schlitten gelegt und den Berg hinauf gezogen wurden. Aber mühsam war das natürlich trotzdem.
In der Burg angekommen, wartete um Glück das Küchenteam schon mit einem warmen Abendessen auf uns, so dass sich alle nach dieser Strapaze erstmal stärken konnten. Danach ging es dann endlich in die Zimmer und auf erste Erkundungstouren durch die weitläufigen Gemäuer der Freusburg.
Am ersten Abend trafen wir uns dann nochmal, damit bei ein paar Spielen sich alle schon mal besser kennen lernen konnten, bevor es um 22:00 Uhr hieß: Nachtruhe. Allerdings war von Ruhe erstmal nicht viel zu merken. Es dauerte doch noch einige Zeit und ein paar Ermahnungen, bis die Nachtruhe dann irgendwann nach Mitternacht endlich ihrem Namen alle Ehre machen konnte.
In der Nacht schneite es nochmal ordentlich weiter, so dass wir am nächsten Morgen auf eine schneebedeckte Freusburg blicken konnten mit bestimmt 40 bis 50 Zentimeter Schnee. Das Programm für den Vormittag war damit natürlich beschlossene Sache. Die Winterklamotten wurden angezogen, die Schlitten geschnappt und es ging raus in den Schnee. Auf einem Hang in der Nähe der Burg sollte man gut rodeln können. Den Hang hatten wir auch rasch gefunden. Aber der Neuschnee war so hoch und so pulverig, dass die Schlitten erstmal komplett darin versanken. Also mußte eine Rodelbahn geschaffen werden. Vom Platttreten des Schnees über Drüberrollen und dem Befahren mit flachen Rodelscheiben gab es einige Methoden, um die Rodelbahn für die Schlitten zu präparieren. Und die Mühe sollte sich lohnen. Am Schluß konnte man eine ordentliche Fahrt auf der Rodelbahn absolvieren.
Der Samstag nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Mittelalters. Auf einer über 1000 Jahre alten Burg muss man sich natürlich auch entsprechend kleiden. Und so bemalten und besprühten wir T-Shirts mit ritterlichen Wappen und bastelten Ritterhelme und Prinzessinnenhüte.
Nach dem Abendessen feierten wir gemeinsam einen Wortgottesdienst, bevor der Höhepunkt des Abends beginnen sollte: das Ritterturnier. Gewandet in den mit Wappen verzierten T-Shirts traten unsere Nachwuchs-Ritter und Burgfräulein in drei Gruppen und vielen verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an und mußten dabei ihr Geschick und ihre Ausdauer, aber auch ihren Witz beweisen. Nach diesen spannenden Wettkämpfen ging es wieder zur Nachtruhe, die diesmal tatsächlich etwas schneller eintrat.
Der Sonntag morgen stand dann erstmal im Zeichen des Aufbruchs. Die Sachen mußten gepackt und die Zimmer aufgeräumt werden. Nachdem das geschafft war, wurde ein letztes Mal an diesem Wochenende bei einer Burgrallye die ganze Burg auf der Suche nach versteckten Hinweisen durchkämmt.
Danach hieß es dann auch bald schon Abschied nehmen von der Freusburg. Es ging diesmal den umgekehrten Weg - bergab - hinunter in den Ort, wo der Reisebus schon auf uns wartete und alle wohlbehalten wieder zurück nach Lövenich brachte.