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21.05.2009 | Patrick Bauer

"Alles bleibt beim Alten" oder "Nichts bleibt wie es ist"

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Zum 1.1.2010 wechselt die Organisationsform der drei Pfarreien St. Jakobus in Köln-Widdersdorf, St. Marien in Köln-Weiden und St. Severin in Köln-Lövenich, von einem Pfarrverband in eine Pfarreiengemeinschaft.

 

Das hat folgende Konsequenzen: Am Wochenende 7./8.11.2009 wird ein neuer Pfarrgemeinderat (PGR) für alle drei Pfarreien gewählt. Ebenfalls an diesem Tag wird jeweils die Hälfte der Kirchenvorstände neu gewählt. Die PGR in den drei Pfarreien und die gemeinsame Pfarrverbandskonferenz (PVK) werden aufgelöst. Gleichzeitig können in den jeweiligen Orten Ortsausschüsse gegründet werden.

 

„Keiner kann alles, jeder aber etwas. Gemeinsam können wir fast alles. Gott braucht jede und jeden von uns.“ (Joachim Kardinal Meisner in „Wandel gestalten Glauben entfalten Perspektive 2020“, Erzbistum Köln, 2009, S.4). So schreibt es unser Erzbischof. In der alten Organisationsform des Pfarrverbandes mussten die Mitglieder der PGR alles sein. Sie mussten den Pfarrer und sein Team in pastoralen Fragen beraten, neue Felder suchen und Konzepte entwickeln, sich um die Aktivitäten der jeweiligen Pfarrei (Pfarrfest, Agape, Neujahrsempfänge usw.) kümmern und das alles immer noch in der PVK mit den anderen Pfarreien abstimmen und gemeinsame Aktionen planen und durchführen. Oft gab es ein langes hin und her zwischen der PVK und den einzelnen PGR, bis dann endlich ein Ergebnis zu Stande kam.

 

In der neuen Organisationsform kommen wir dem näher, was Paulus über den Leib und die vielen Glieder schreibt(siehe 1 Kor 12). Denn nun haben die Ortsausschüsse die Möglichkeit, sich ganz auf das Leben rund um ihren Kirchturm zu kümmern, während der neue PGR sich ganz auf die Entwicklung eines Pastoralkonzepts konzentrieren kann. „Diese Pfarrgemeinderäte werden mit den Seelsorgern das je eigene Profil der Seelsorgebereiche (weiter-)entwickeln.“ (Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp in „Wandel gestalten Glauben entfalten Perspektive 2020“, Erzbistum Köln, 2009, S.9).

 

Wichtig ist dabei jedoch, dass nicht jeder Ortsausschuss nur für sich arbeitet und der PGR über alle Köpfe hinweg neue Dinge plant. „Dabei dürfen sie [die PGR] nicht aus dem Blick verlieren, dass die Seelsorgebereiche in der Pfarreiengemeinschaft verschiedene Kirchengemeinden (...) und Orte kirchlichen Lebens umfassen“( Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp in „Wandel gestalten Glauben entfalten Perspektive 2020“, Erzbistum Köln, 2009, S.9). So ist es in dieser Organisationsform so, dass ein Mitglied des PGR aus dem jeweiligen Ort geborenes Mitglied des Ortsausschusses ist.

 

Und so setzt sich der neue PGR zusammen: Geborene Mitglieder des PGR sind: der Pfarrer (Dechant Fischer), die Pfarrvikare (Pfarrer Dr. Mersch), zwei weitere vom Pfarrer benannte Mitglieder des Seelsorgeteams (PR Kelkel und GR Bauer). Dazu werden 10 Mitglieder gewählt: 4 aus der Pfarrei St. Marien, 3 aus der Pfarrei St. Jakobus und 3 aus der Pfarrei St. Severin. Pfarrer Fischer kann nach Anhörung des PGR noch ein weiteres Mitglied berufen. Der neue PGR besteht dann aus max. 15 Mitgliedern. Die Ortsausschüsse werden vom neuen PGR berufen. Der Pfarrer legt nach Beratung mit dem PGR die Größe der jeweiligen Ortsausschüsse fest.

 

Wichtig ist es nun, die geeigneten Kandidaten für die jeweiligen Gremien zu finden. Grundsätzlich (pers. Meinung des Autors) kann man sagen, dass Menschen, die Ortsverbundenen, die „Machertypen“, denen Traditionen wichtig sind und die gerne auch anpacken, eher Kandidaten für die Ortsausschüsse sind. Menschen, die gerne entwickeln, neue Wege gehen wollen, am „Ganzen“ interessiert sind und eher projektbezogen arbeiten, eher Kandidaten für den neuen PGR sind. Alle diese Menschen sind wichtig und notwendig. Sowohl die Bewahrer vor Ort als auch die Entwickler sind wertvoll für das Leben in unseren Pfarreien. Sie sind aufeinander angewiesen. Daher ist es von Anfang an unerlässlich, dass es ein Miteinander gibt und kein Gegeneinander.

 

Etwas provozierend böse kann man es auch so formulieren, dass die Ortsausschüsse die Wadenbeißer des PGR und der PGR die Scheuklappenentferner der Ortsausschüsse sind. Viel wichtiger ist aber, dass wir nur gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft leisten können. Gegen die Gleichgültigkeit und die Vereinsamung im Glauben müssen wir angehen und zeigen, dass es glücklich machend ist, in christlicher Gemeinschaft zu glauben und zu leben.

 

Letztendlich sollten wir aber nicht nur die hohen Hürden sehen und die großen Aufgaben, die vor uns liegen. Wir sollten darauf vertrauen, dass es Gott selbst ist, der treu seinem Namen uns begleitet. „Wenn jeder tut, was er kann, dürfen wir alles Übrige in Gottes Hände legen.“ (Joachim Kardinal Meisner in „Wandel gestalten Glauben entfalten Perspektive 2020“, Erzbistum Köln, 2009, S.6).

 

Jeder kann etwas tun! Jetzt ist die Zeit! Wir alle können es schaffen! Gemeinsam!

 

Kandidieren Sie für unsere Gremien! Infos erhalten Sie bei den Seelsorgern oder den Vorsitzenden der PGR. 

 

Unten finden Sie auch einen Link zum Heft „Wandel gestalten - Glauben entfalten - Perspektive 2020“ mit PGR-Satzung, Grundlagen für ein Pastoralkonzept und Geschäftsordnung der Ortsausschüsse.

 

Außerdem finden Sie zum Herunterladen einen Flyer für Menschen, die sich eine Mitarbeit im neuen gemeinsamen Pfarrgemeinderat vorstellen können.

 


Links zum Artikel


 WG - GE - Perspektive 2020

 Weitere Infos des Erzbistums

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