Aktuelles
Willkommen
St. Severin
Gottesdienste
Kindergarten
Bücherei
Caritas
Gruppen
Termine
Pfarrheim
Pfarrbrief
Publikationen
Links
Kontakt


08.03.2009 | MISEREOR

MISEREOR-Hungertuch 2009

  Klick um Bild zu vergrößern

Der globale Klimawandel ist bereits Realität. Wir spüren seine Auswirkungen buchstäblich am eigenen Leib: Hitze und Dürre, Stürme und Starkniederschläge, Gletscherrückgang und Überschwemmungen, Ernteausfälle und Ausbreitung von Krankheiten. Als diejenigen, denen die Schöpfung als Leihgabe von Gott anvertraut worden ist, tragen wir Menschen Verantwortung für sie. Das Misereor-Hungertuch 2009 lädt sie ein, sich während der Zeit des Fastens und der Besinnung zwischen Aschermittwoch und Ostern mit dieser Verantwortung auseinander zusetzen.

 

Auf dem Bild lassen sich drei große Szenen erkennen:

 

 

1 Minute vor 12 – Wohin treibt die Welt?


Auf der linken Seite sehen wir eine düstere, fast apokalyptisch anmutende Szenerie: die Zerstörung unserer Welt ist bereits weit fortgeschritten. Alles ist in Unordnung: Das Land ist erodiert und ausgetrocknet, die Erde zerschunden und zerrissen, die Pflanzen biegen sich verdorrend zur Erde. Sie ernähren niemanden mehr. Die Meere und Flüsse steigen an, werden zu reißenden Fluten, die Menschen, Hütten und alles Leben mit sich reißen.


Der Junge treibt neben Tierkadavern hilflos auf einem Giftfass durch die todbringende, verdreckte Flut. Das Kind mit den Zügen des 6-jährigen Sohns des Künstlers, schaut uns an, bittet um Hilfe. Im Hintergrund scheint der Boden höllengleich zu glühen, Erde und Wälder stehen in Flammen. Industrieschlote verpesten die Luft in zahlreichen Regionen der Erde und drohen die Schöpfung zu zerstören.

 


Und Gott sprach – Schöpfung durch Geist und Wort

Oben im Bild ist die Schöpfung durch Wort und Geist: Gott schafft die Welt mit allem, was lebt (Gen 1: »Und Gott sprach«). Als Christen glauben wir, dass Gott die Erde geschaffen hat, wie es die biblische Schöpfungserzählung überliefert: »Gott sah alles an, was er gemacht hatte: es war sehr gut.«


Die Schriftrolle entfaltet die Geschichte Gottes mit den Menschen und lässt uns die Schöpfung neu lesen. Mit der Rolle wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Dem wüsten und wirren Chaos steht eine göttliche Ordnung von Licht und Dunkel, Erde und Wasser, Vögeln, Fischen, Landtieren, Tages- und Jahresläufen, Arbeits- und Ruhezeiten gegenüber. Die Hand Gottes lässt die toten Gebeine zu neuem Leben ergrünen (vgl. Ez 37).


Nachdem Gott Dunkel und Licht, Wasser und Erde voneinander trennte und ordnete, schuf er die Pflanzen, die in der obersten Reihe dargestellt sind. Danach, so  berichtet der 1. Schöpfungsbericht, schuf er Sonne, Mond und Sterne. Die Vögel und die Fische schuf er am fünften Tag, die Landtiere und Menschen am sechsten Tag. Die Reihe endet am siebten Tag mit der Erschaffung des Sabbat, an dem Gott und alle Kreaturen ruhen. Uns Menschen hat er den Auftrag gegeben, den Garten Eden zu bebauen und zu pflegen. Mit der Einladung, Ressourcen zu nutzen, hat Gott uns gleichzeitig in die Pflicht genommen, die Schöpfung zu schonen und zu bewahren.


Der Geist Gottes schwebt über der Menschenversammlung. Wort und Geist bilden ein schwebendes Kreuz ab (in der Kreuzung von Rolle und Vogel): Das Wort ist in Christus Mensch geworden (Joh 1,1). Der Geist-Vogel weist mit seinem Kopf auf das Licht im Zentrum, das Licht Christi, das die Welt erleuchtet und die Schöpfung erneuert.

 

 

Das Osterlicht – Unser Grund zur Hoffnung

Während der Fastenzeit gehen wir auf Ostern zu. Die Osterkerze erleuchtet die Gesichter der Menschen. Beseelt von Christi Geist werden die Menschen das Antlitz der Erde erneuern und der Schöpfung Bruder und Schwester sein.

 

 

Versöhnte Schöpfung

VertreterInnen aller Kontinente haben sich versammelt, ungeachtet aller Unterschiede: eine Europäerin, ein Lateinamerikaner, ein Asiat, ein Araber, eine Afrikanerin und ein afrikanischer Junge als Vertreter der kommenden Generationen, die ja auch Teil der Schöpfung sein werden und über deren Schicksal wir jetzt entscheiden.


Sie sind umgeben von einem grünen Garten, der an den ersten Garten Eden erinnert.
Alle in der Versammlung halten etwas in ihren Händen, das mit den 7 Schöpfungstagen korrespondiert: eine Schale mit lebendigem Wasser, in dem ein Kabeljau schwimmt, einen Getreidehalm, einen fast ausgestorbenen tropischen Rotschnabeltoko, eine Öllampe als Symbol für Energieressourcen, eine rosa Blüten tragenden Afrikanische Teufelskralle, eine Pflanze, die zu medizinischen Zwecken gebraucht wird und ein Coburger Fuchsschaf, eine alte Rasse, die jetzt wieder nachgezüchtet wird.

 

Der Mensch ist selbst Teil der Schöpfung, seine Verfügungsgewalt ist begrenzt. Das verantwortliche Handeln für den Klimaschutz ist ein Zeugnis, wie Christen ihren Auftrag zur Bewahrung und Gestaltung der Schöpfung ernst nehmen. Die vorrangige Option für die Armen, Schwachen, Benachteiligten und Nichtbeteiligten ist ein Wesenskern des christlichen Glaubens. Deshalb ergreift die Kirche solidarisch Partei für Gottes Schöpfung und für die Opfer des Klimawandels, insbesondere für Arme, Alte, Kranke, Kinder, Ungeborene und die kommenden Generationen.

 

 

Der Künstler

 

Der nigerianische Künstler Tony Nwachukwu gestaltet das Hungertuch 2009.


Tony Nwachukwu ist 1959 in Enugu geboren und lebt heute in Owerri/Nigeria. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Der jüngste Sohn, Dabere, lieh dem Kind auf dem HT sein Gesicht.


In Owerri betreibt er eine Kunst-Galerie, in der er seine Werke zeigt. Er arbeitet viel mit Batiktechniken und stellt u.a. liturgische Gewänder her. In Süddeutschland und in Österreich hat er für einige Kirchen Kreuzwege gestaltet.


Seine Kunst kreist meist um religiöse Themen.

 

Neben der Kunst gilt sein Interesse den Naturwissenschaften.


Er hat in Owerri ein Büro, in dem er seine Landsleute über die Möglichkeiten von Solarenergie berät. Den Strom für seine Familie gewinnt er mit Sonnenkollektoren.


Außerdem versucht er zur Zeit, die Heilpflanze Artemisia, die in China seit 2000 Jahren gegen Malaria eingesetzt wird, in Nigeria zu kultivieren.

 

Quelle:  http://www.misereor.de/en/aktionen-kampagnen/hungertuch.html


Links zum Artikel


 MISEREOR

 MISEREOR-Fastenaktion 2009

Weitere Bilder

Weitere Artikel

Konzert zum Christkönigsfest
(Artikel vom 13.11.2017)

PGR-Wahl 2017
(Artikel vom 13.11.2017)

Pfarrinformationen Nr. 46 (11.11. - 19.11.17)
(Artikel vom 11.11.2017)

GOTT IST DA !
(Artikel vom 10.11.2017)

Jubiläumskonzert Ton-in-Ton
(Artikel vom 29.10.2017)

Neuer Eltern-Kind-Kurs in Widdersdorf
(Artikel vom 26.10.2017)

2. Ausgabe von geist.reich ist erschienen
(Artikel vom 14.09.2017)

Pfarrverbandsvideo "Happy"
(Artikel vom 25.04.2017)

Veranstaltungen im Jahr 2017
(Artikel vom 01.01.2017)

Passend im Archiv

Gottesdienste in der Fastenzeit und der Heiligen Woche
(Artikel vom 26.03.2016)

Fastenessen in Widdersdorf
(Artikel vom 11.02.2016)

Versöhnungsweg 2014
(Artikel vom 23.03.2014)

Fastenessen
(Artikel vom 24.02.2013)

Ein Menschenweg zum Kreuz
(Artikel vom 09.02.2013)

Unterwegs nach Emmaus
(Artikel vom 12.03.2011)

Fastenzeit
(Artikel vom 12.03.2011)

Lange Nacht der Versöhnung
(Artikel vom 18.03.2010)

Fastenzeit 2010 in unserer Pfarreiengemeinschaft
(Artikel vom 27.02.2010)

  © Kath. Kirchengemeinde St. Severin | Impressum | Datenschutz